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	<title>Texte Archive - Wape.ch</title>
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	<description>Peter Waltenspühl: Marketing-Profi, Querdenker, Visionär, Fotograf, Texter, Musiker, Website-Gestalter, Naturwissenschaftler</description>
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		<title>Die Magie von Geschichten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2015 18:09:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fachliches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon als kleines Kind konnte ich mich mit angehaltenem Atem und heissen Ohren in der Fantasiewelt einer Geschichte verlieren. Bei meinen Kindern habe ich daselbe beobachtet. Durch sie habe ich wieder gelernt Geschichten zu erzählen &#8211; Geschichten, die auch Erwachsene in ihren Bann zogen. Die Kraft einer guten Geschichte übt eine magische Anziehung aus, egal [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Schon als kleines Kind konnte ich mich mit angehaltenem Atem und 
heissen Ohren in der Fantasiewelt einer Geschichte verlieren. Bei meinen
 Kindern habe ich daselbe beobachtet. Durch sie habe ich wieder gelernt 
Geschichten zu erzählen &#8211; Geschichten, die auch Erwachsene in ihren Bann
 zogen. Die Kraft einer guten Geschichte übt eine magische Anziehung 
aus, egal ob es sich dabei um eine Gute-Nacht-Geschichte, einen Roman, 
einen Kino-Film oder eine gute Werbekampagne handelt.</p>



<p>Beim Durchblättern des Jahrbuches der besten Werbekampagnen ist mir 
immer wieder aufgefallen, dass der gestalterische Aspekt hinter den 
eigentlichen Content zurücktritt. Originalität oder Tiefgang, eine feine
 Anspielung oder eine offene Provokation, ein sehnsüchtiges Verlangen 
oder eine Tatsache in erschreckender Realität &#8211; alle gut erzählte 
Geschichten. Wenn ich dann bewusst die Geschichten aus den einzelnen 
Werbungen herauslese, erkenne ich die klare Abfolge einer klassischen 
Dramaturgie.</p>



<p>Versuchen Sie einmal ein gutes Inserat oder ein guter TV-Spot 
jemandem zu erklären, der die Werbung nicht kennt. Es sollte Ihnen 
eigentlich ganz einfach fallen, die gute Geschichte weiter zu erzählen. 
In vielen Fällen kann der Zuhörer die Geschichte sogar farbig und 
spannend weitererzählen, wie wenn er die Werbung selbst gesehen hätte. 
Und wissen Sie was? Gute Geschichten vergisst man nie mehr. Man hält sie
 in Erinnerung und erzählt sie bei passender Gelegenheit weiter. In der 
Firma, in der ich zur Zeit arbeite, sprechen mich heute noch Kunden auf 
einen TV-Spot an, der vor rund 20 Jahren ausgestrahlt wurde. Das schafft
 nur eine gute Geschichte.</p>



<p>Nun stellt sich natürlich die Frage, was eine gute Geschichte 
ausmacht? Eine gute Geschichte muss mich zuerst einmal fangen können. 
Ich muss mich schnell und gut in der Welt der Geschichte zurecht finden 
können. Die Geschichte muss eine gute Geschwindigkeit vorlegen, mit der 
sie sich weiterentwickelt. Und sie muss relativ schnell einen 
Spannungsbogen aufbauen, der je nach Art der Geschichte in einem Happy 
End oder Desaster endet.</p>



<p>Analysieren wir eine gute Werbestory nach diesen drei Kriterien, so 
werden wir alle drei in einer ausgeprägten Form wiederfinden. Alle drei 
Kriterien müssen hundertprozentig erfüllt sein, damit die Geschichte 
funktioniert. Zusätzlich muss die Geschichte die Kernaussage des 
Werbetextes beinhalten und einen unvergesslichen Bezug zur Marke 
schaffen. Die beste Geschichte hat in der Werbung ihren Zweck verfehlt, 
wenn man sich zwar an sie erinnert, aber keine Ahnung hat, um welches 
Produkt es sich dabei handelt. All diese Aspekte zusammen zu bringen, 
macht das Finden einer guten Story so schwierig.</p>
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		<title>Wir sind Sklaven der roten Schlange</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 18:27:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich sitze vor dem Bildschirm meines Macs. Meine Gedanken rasen und die Finger versuchen angestrengt, mit dem reissenden Fluss intellektueller Energie mitzuhalten. Wie beim Ausdrücken einer Zahnpasta-Tube reiht sich ein Wort an das andere, Wortlinien, Sätze und Abschnitte bilden sich. Da, völlig unvermittelt wie aus dem Hinterhalt ist sie da. Knallig und aufdringlich schlängelt sich [&#8230;]</p>
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<p>Ich sitze vor dem Bildschirm meines Macs. Meine Gedanken rasen und 
die Finger versuchen angestrengt, mit dem reissenden Fluss 
intellektueller Energie mitzuhalten. Wie beim Ausdrücken einer 
Zahnpasta-Tube reiht sich ein Wort an das andere, Wortlinien, Sätze und 
Abschnitte bilden sich. Da, völlig unvermittelt wie aus dem Hinterhalt 
ist sie da. Knallig und aufdringlich schlängelt sich die rote Schlange 
unter dem soeben eingetippten Wort. Ein beklemmendes Gefühl überkommt 
mich. Habe ich etwas Falsch gemacht? Wie ein Mahnmal leuchtet sie mir 
mit stoischer Ruhe entgegen. Ganz ruhig schreit sie mir zu: &#8222;da stimmt 
was nicht!&#8220;</p>



<p>Völlig irritiert bricht mein Gedankenfluss ab und ich lande auf dem 
steinigen Grund der orthografischen Realität. Hilflos überlege ich mir, 
weshalb ich ein Wort wie &#8222;Verliebtsein&#8220; nicht gebrauchen darf. Na, ja 
mein schlaues Korrekturprogramm wird es wohl wissen. Lassen wir also 
diese unverständlichen Wortkreationen und wechseln zu einem geläufigeren
 Ausdruck wie zum Beispiel &#8222;Sympathie&#8220;. Nach zwei Anläufen steht auch 
dieses schwierige Wort endlich ohne rote Schlange in meinem Text. 
Zufrieden lehne ich zurück. Was wären wir nur ohne die rote Schlange, 
die uns auf dem Pfad der literarischen Erleuchtung hält&#8230;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Eine Traumküche</title>
		<link>https://wape.ch/eine-traumkueche/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=eine-traumkueche</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 19:23:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das plötzliche Licht blendete meine Augen. Nur langsam konnte ich mich an die gleissende Helligkeit gewöhnen. Erst schemenhaft, dann immer klarer konnte ich die Umrisse der Kochinsel erkennen. Die auf Hochglanz polierte Lackierung der Küche schimmerte glänzend im Licht und warf das scharfe Bild der Umgebung in alle Richtungen zurück. Wie ein gefrorener See überzog [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das plötzliche Licht blendete meine Augen. Nur langsam konnte ich 
mich an die gleissende Helligkeit gewöhnen. Erst schemenhaft, dann immer
 klarer konnte ich die Umrisse der Kochinsel erkennen. Die auf Hochglanz
 polierte Lackierung der Küche schimmerte glänzend im Licht und warf das
 scharfe Bild der Umgebung in alle Richtungen zurück. Wie ein gefrorener
 See überzog eine metallene Eisschicht die Kochinsel. Das Spiel des 
Lichtes und der kontrastreiche Wechsel von Hart und Weich zogen mich 
unwiderstehlich an. Ich musste diesen kühlen Monolithen unbedingt 
anfassen.</p>



<p>Mit einem Schritt war ich bei der Insel. Das erstaunlich warm 
wirkende Metall der Eisabdeckung liebkoste meine Handfläche. Ich konnte 
nicht davon lassen, immer wieder sanft darüber zu streichen. Wie der 
dunkle Schlot eines Vulkans lag das Kochfeld direkt vor mir. Mit 
wachsender Begeisterung und ungläubigem Staunen beobachtete ich, wie das
 Feuer dieser Kochstelle wie von Zauberhand dem Kochtopf folgte. Wo 
immer der Topf stand, da befand sich auch die rotglühende Hitze 
darunter. Feuer und Eis, Erde und Luft, die vier Elemente in einer Küche
 vereint. Ein ehrfürchtiger Schauer durchlief meinen Körper.</p>



<p>Ich füllte den Topf mit Wasser. Wie ein sprudelnder Bergquell schoss 
das mineralhaltige Wasser aus dem Hahn. Ich hatte eine Sodaquelle 
entdeckt. Ich konnte es kaum fassen. Ein einfacher Knopfdruck und ich 
konnte wählen, ob lautes oder stilles Wasser fliessen sollte. Kaum stand
 der Topf auf dem Kochfeld, hatte dieser auch schon eine Hitzequelle 
eingefangen. Ein paar Sekunden später stiegen die ersten Dampfschleier 
zur Decke und ich spürte plötzlich, wie ich den Boden unter den Füssen 
verlor. Ich wurde sanft in die Luft gehoben. Vor meinen Augen drehte 
sich alles. Aus oben wurde unten und das unten kehrte sich nach oben. 
Ich musste die Augen schliessen.</p>



<p>Als ich sie wieder aufschlug stand ich vor einem glänzenden 
Chromstahl-Altar. Eine Dampfsäule senkte sich gemächlich auf die 
Stahl-Oberfläche herunter und wurde sogleich von einem feinen 
Rillensystem aufgesogen. Dabei war nur ein leises Summen zu hören. Das 
Wallen des Dampfes und dieses monotone Geräusch hatten etwas 
Metaphysisches. Ich schaute nach oben und sah zu meinem Erstaunen die 
Kochinsel von der Decke hängen. Aus dem dampfenden Topf vernahm ich die 
ferne Stimme meiner Frau: „Liebling, Zeit, aufzustehen&#8230;“.</p>



<p>Ich schlug die Augen zum dritten Mal auf. Meine Frau strahlte mich 
an. „Du musst aufstehen. Wir haben doch um 9:00 Uhr einen Termin beim 
Küchenberater von Piatti. Es ist wichtig, dass wir pünktlich sind. Wer 
weiss, wie lange es dauert, bis wir wissen, wie unsere Küche aussehen 
soll.“ Ich nahm sie in die Arme und lächelte verschlafen: „Mach dir 
keine Sorgen mein Schatz, ich hab da so eine Vorstellung&#8230;“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Frauenwerkstatt</title>
		<link>https://wape.ch/frauenwerkstatt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=frauenwerkstatt</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 19:22:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist der 23. November 1925. Ein kalter Herbstwind pfeift durch die nächtlichen Gassen der Wiener Altstadt und trägt den Duft des ersten Schnees mit sich. Margarete Lihotzky sitzt an ihrem hölzernen Arbeitstisch, der mit handgezeichneten Skizzen übersät ist. In gespenstischer Schnelligkeit flitzt der Bleistift über das Papier und versucht die sich jagenden Gedanken von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es ist der 23. November 1925. Ein kalter Herbstwind pfeift 
durch die nächtlichen Gassen der Wiener Altstadt und trägt den Duft des 
ersten Schnees mit sich. Margarete Lihotzky sitzt an ihrem hölzernen 
Arbeitstisch, der mit handgezeichneten Skizzen übersät ist. In 
gespenstischer Schnelligkeit flitzt der Bleistift über das Papier und 
versucht die sich jagenden Gedanken von Margarete einzufangen, ihnen ein
 Gesicht zu geben und sie für immer auf das Dokument zu bannen. Sie 
spürt, dass die Idee zum Greifen nah ist. Irgendwo hinter diesen vielen 
Eindrücken versteckt sich das im Augenblick schwer Fassbare.</p>



<p>Ihre neuerworbene Bauhaus-Leuchte von Wilhelm Wagenfeld wirft 
einen kreisförmigen Schatten auf ihre Zeichnung. „Zeit ist Geld, Geld 
ist Wohlstand und Wohlstand ist Freiheit.“ Sie erinnert sich an die 
Worte ihres Mentors Adolf Loos, dessen architektonische Philosophie 
mitverantwortlich war, dass sie sich vor rund zehn Jahren als einzige 
Frau an der Wiener Kunstgewerbeschule für Architektur einschrieb. Wenn 
die Frauen also weniger Zeit in der Küche verbringen müssten, würden sie
 mehr Zeit für sich und die Kinder haben. Sie würden damit freier 
werden. Um ihren Mund zeichnet sich ein Lächeln ab. Der Gedanke gefällt 
ihr.</p>



<p>Ein heftiger Windstoss reist plötzlich das nicht ganz 
eingehängte Fenster auf und der feucht-kalte Herbstatem fährt in die auf
 dem Tisch verstreut liegenden Entwürfe. Grete schreckt aus ihren 
Gedanken auf und eilt zum Fenster, um es wieder zu schliessen. Die 
Pflastersteine glänzen feucht und spiegeln das verzerrte Bild der 
Strassenlaternen. Die Nacht liegt dunkel und schwer über der Stadt. 
Grete setzt sich wieder an ihren Tisch. Das Bild der leeren Gassen 
erinnert sie an die leere Werkstatt, die sie vor kurzem mit einem Freund
 besuchte. Dieselbe dunkle Feuchte, die nur von einer schwachen 
Glühbirne über der Werkbank erleuchtet wurde. „Diese Werkbank ist das 
Heiligtum des Mannes. Ein Schrein der Kreativität, zu dem er sich 
zurückziehen kann, um neue Kräfte zu tanken“. Mit einem neckischen 
Unterton weihte sie Franz in die Geheimnisse einer Werkbank ein. Alles 
hat seinen Platz, für jedes Werkzeug gibt es eine Aufhängevorrichtung, 
jede Schraube und jeder Nagel hat sein eigens Fach. Ohne auch nur einen 
Schritt machen zu müssen, hat man das nötige Werkzeug zur Hand – und es 
auch wieder weggeräumt. „Dies“, meinte Franz mit einer belehrenden 
Betonung, „ist besonders wichtig, um die Arbeitsfläche für das 
Wesentliche freizuhalten“.</p>



<p>Gedankenverloren zeichnet Grete die Werkbank auf ein leeres 
Stück Papier. Auch die Frauen müssten einen solchen Ort der 
Zurückgezogenheit bekommen – eine Werkbank für die Frau, vielleicht? Sie
 schaut lächelnd auf ihre Skizze. Sieht doch hübsch aus, denkt sie. Vor 
ihr liegt der erste Entwurf einer modernen Einbauküche. Ohne es zu 
wissen, hat Grete Lihotzky mit diesem Werkbankansatz die Grundlage 
geschaffen, die beinahe hundert Jahre später so manchen Mann mit 
demselben, angeborenen Basteltrieb in die Küche locken wird, um sich im 
kreativen Kochen mit seiner Frau zu messen.</p>
<p><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=https%3A%2F%2Fwape.ch%2Ffrauenwerkstatt%2F&amp;linkname=Frauenwerkstatt" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Fwape.ch%2Ffrauenwerkstatt%2F&amp;linkname=Frauenwerkstatt" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_pinterest" href="https://www.addtoany.com/add_to/pinterest?linkurl=https%3A%2F%2Fwape.ch%2Ffrauenwerkstatt%2F&amp;linkname=Frauenwerkstatt" title="Pinterest" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=https%3A%2F%2Fwape.ch%2Ffrauenwerkstatt%2F&amp;linkname=Frauenwerkstatt" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a></p><p>Der Beitrag <a href="https://wape.ch/frauenwerkstatt/">Frauenwerkstatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://wape.ch">Wape.ch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Fotograf und das Mädchen</title>
		<link>https://wape.ch/der-fotograf-und-das-maedchen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-fotograf-und-das-maedchen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 12:33:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Fotograf schaute sie lange an. Er wartet auf eine Regung in ihrem makellosen Gesicht, eine kleine Reaktion nur, irgend etwas...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wape.ch/der-fotograf-und-das-maedchen/">Der Fotograf und das Mädchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://wape.ch">Wape.ch</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Der Fotograf schaute sie lange an. Er wartet auf eine Regung in ihrem makellosen Gesicht, eine kleine Reaktion nur, irgend etwas. Aber sie sass unbeweglich an die Wand gelehnt, so ehern und beständig wie der graue Beton hinter ihr. Ihre leicht angezogenen Beine schimmerten in der Abendsonne und in ihrer Sonnenbrille spiegelten sich die Parkplatznummern dieses alten Vorstadt-Parkhauses. Ein lauer Wind verfing sich in einer ihrer Locken, so dass diese vor Erregung zitterte. Der Strassenlärm der Grossstadt erstarb, bevor er seinen Weg zum obersten Parkdeck fand. Nur aus weiter Ferne vernahm man einzelne Geräuschfetzen, die an das pulsierende Stadtleben erinnerten und die die Stille auf dem Set noch lähmender machte.</p>
<p>Der Fotograf kauerte immer noch am Boden. Sie musste doch etwas gemerkt haben. Sie musste es doch auch gespürt haben. Nein, keine Reaktion! Er konnte es kaum glauben. Die kleinen, goldenen Haare auf ihrem Arm verneigten sich im Wind. Er wusste, dass nur er es sehen konnte. Die Optik seiner Kamera machte es für ihn sichtbar. Sie selbst bewegte sich nicht. Völlig reglos verstrahlte sie ihre Schönheit. Ihrer Bewegungsfähigkeit beraubt wurde sie selbst zu einem Bild, und die Zeit gefror zu einem Moment zusammen.</p>
<p>Er presste sein Gesicht enger an die Kamera. Er musste sich an ihr festhalten – und an dem, was sie eingefangen hatte. Eine Schweissperle bildete sich auf seiner Stirn. Sein Atem versiegte. Er folgte der feinen Linie aus Licht, welche die Abendsonne auf ihre rechte Gesichtshälfte zeichnete. Er bemerkte das Schattendreieck, das die Nase in ihr Gesicht warf. Er verlor sich in der zitternden Bewegung einer Haarsträhne, durch die der laue Abendwind strich. Ihr Brustkorb hob und senkte sich beinahe unbemerkt, aber im Einklang mit dem Wind. Das warme Licht strömte in harmonischen Wellen durch die Linse in sein Herz.</p>
<p>Wie intensiv diese lebendige und pulsierende Schönheit doch sein Innerstes berührte. Ihm wurde plötzlich die Intimität des Momentes bewusst. Er fühlte sich schuldig und gleichzeitig reich beschenkt. Nur er konnte es sehen. Er war eingedrungen in diese kleine Welt im Sucher seiner Kamera. Er fühlte sich eng verbunden mit dieser unbeweglichen Schönheit im Abendlicht und gleichzeitig weit entfernt, ausgesperrt durch die Linse vor seinem Auge. Sein Finger zuckte und er spürte den leichten Gegendruck, als ob sich der Auslöser dagegen wehren wollte. Er wusste genau, dass er diesen Moment nie würde festhalten können – ganz egal welche Blende oder welche Zeit er einstellen würde. Und er schämte sich, dass er es trotzdem versuchen würde.</p>
<p>Und mit dem dumpfen Klackgeräusch des zurückschnellenden Spiegels brannte sich das Bild tief in sein Herz, so tief, dass kein Delete-Knopf dieser Welt es je wieder würde löschen können. Und schon wieder fühlte er diese verschworene Nähe zu ihr, dieses verständnisvolle Zusammenrücken. Und auch dieses Mal zeigte sich keine Regung in ihrem makellosen Gesicht.</p>
<p>Auch sie hörte das Klacken des Auslösers, ein Geräusch der Befreiung, ein Geräusch der Erlösung. Sie stellte sich vor, wie sie in angemessenem Schritt dem Laufsteg entlang glitt, hinein in die funkelnden und blitzenden Augen der vielen Kameras der Pressefotografen. Sie stellte sich vor, wie sie mit offenen Mündern angestarrt würde, wie sie den Zuschauern im Vorbeischweben den Atem rauben würde. Sie fühlte die Bewunderung als einen warmen Hauch auf ihrem Gesicht.</p>
<p>Die Sehnsucht trieb sie fort, weg von diesem Parkdeck an einen weit entfernten Ort, an dem die Menschen keinen Augen hatten, an einen Ort, an dem man nicht mit Schönheit blenden konnte. Sie träumte davon, dass sie jemand wirklich als Mensch wahrnahm. Sie warf die fleischliche Hülle ab, auf die sie so stolz gewesen war, und tanzte wie ein kleines Kind im Regen. Sie spürte die ungezwungene Leichtigkeit in ihr hochsteigen, ein helles Lachen formend. Doch sie musste sich konzentrieren. Sie durfte ihre professionelle Unbeweglichkeit nicht zu verlieren.</p>
<p>Sie sah die Linsen der Kamera in den Augenwinkeln und stellte sich vor, wie diese ein Loch in sie hineinbrennen würde, so dass man direkt die Schönheit ihres Herzens erkennen konnte. Sie fühlte sich einsam, ausgestellt und doch unsichtbar. Ein erneutes Klacken und das leise Säuseln des Windes, der warm und trocken über das Parkdeck strich, umrahmten die Stille, eine Stille, die zwei Welten umschloss, welche nur durch ein paar dünne Linsen getrennt waren und doch unendlich weit voneinander entfernt lagen.</p>
</div>
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		<title>Wape 2.0</title>
		<link>https://wape.ch/wape-2-0/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wape-2-0</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 18:25:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Liebling, Achtung, hier kommt Peter 2.0!“ „Weshalb 2.0?“ Ja, weshalb eigentlich? Heute ist doch alles „Bessere“ zwei-punkt-null. Das Web 2.0 kann nun auch hören. Das ursprüngliche Web lieferte eigentlich nur Informationen. Heute können auch wir uns im Internet äussern, in Chats, Foren und dergleichen. Das iPad 2.0 kann nun auch sehen: mit der eingebauten Kamera [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<p>„Liebling, Achtung, hier kommt Peter 2.0!“ „Weshalb 2.0?“ Ja, weshalb
 eigentlich? Heute ist doch alles „Bessere“ zwei-punkt-null. Das Web 2.0
 kann nun auch hören. Das ursprüngliche Web lieferte eigentlich nur 
Informationen. Heute können auch wir uns im Internet äussern, in Chats, 
Foren und dergleichen. Das iPad 2.0 kann nun auch sehen: mit der 
eingebauten Kamera kann ich nun mein Knie oder den Boden fotografieren. 
Für höher liegende Motive benutze ich das viel handlichere iPhone. In 
Bayern beginnt Ludwig II als Ludwig 2.0 in seinem virtuellen 
3-D-Schloss-Neuschwanstein wieder zu regieren. Der alte Monarch hatte 
nur eines aus Stein zur Verfügung. In der Schule 2.0 werden Computer zur
 pädagogischen Unterstützung eingesetzt, damit die Lehrer wieder etwas 
mehr Zeit für die Ferienplanung bekommen. Es scheint alles möglich zu 
sein mit dem Zusatz „2.0“.</p>



<p>Zwei-Punkt-Null bedeutet ja nicht nur eine kleine Verbesserung, eine 
marginale Korrektur oder eine kosmetische Streifung. Nein, wir sprechen 
in diesem Zusammenhang von grossartigen, tiefgehenden und 
weltverändernden Neuerungen. In der 2.0-Welt ist alles besser, 
einfacher, schneller, interaktiver, individueller und natürlich cooler. 
Und genau deshalb habe ich mich als Version 2.0 reloaded. Ich möchte 
nämlich cooler sein!</p>



<p>Natürlich drängt sich an dieser Stelle die unumgängliche Frage auf, 
ob „cooler sein“ auch wirklich cool ist. Wie steht es um den Servelat 
2.0? Am einen Ende etwas vorgekaut, am anderen schon leicht anverdaut? 
Oder Kinder 2.0? Die alten weg, die neuen mit ein paar PS mehr? Die Ehe 
2.0: neu mit den Add-Ons Sandra, Gabi und Andrea. Oder soll es 
vielleicht ein Van Gogh 2.0 sein? Etwas teurer als das Original, dafür 
mit eingebauter LED-Beleuchtung. Ist wirklich alles Neue besser? Ich 
erinnere mich zurück, als ich sie kennen lernte. Sie war jung, schön und
 so verliebt. Und mich gab es nur als Version 1.0. Heute als 2.0 Release
 will sie mich nicht mehr – trotz den neuen Features &#8222;Porsche&#8220;, 
&#8222;Jahresbonus&#8220;, &#8222;graue Haare&#8220; und &#8222;Sekretärin Andrea&#8220;.</p>



<p>Wenn ich wirklich etwas Neues zu bieten hätte, etwas 
Aussergewöhnliches oder Einzigartiges, dann wäre es mir eigentlich 
wichtig, als Ursprung und Original gesehen zu werden. Bei all den vielen
 Korrekturen in meinem Leben, bei jedem Partnerwechsel, bei jedem 
Stellenwechsel, bei jeder Geburt meiner Kinder müsste eigentlich ein 
Versions-Update stattgefunden haben. Wenn ich heute also erst bei 2.0 
angelangt bin, müsste ich mein Leben in zwei Sätzen zusammenfassen 
können. „Zwei-Punkt-Null“ scheint eine clevere Metapher zu sein, die von
 einfallsreichen Marketing- und Werbespezialisten verwendet wird, um 
eine nicht genau bekannte Verbesserung mit möglichst grosser Wirkung in 
den Markt zu schreien. Und wir fahren voll darauf ab, weil wir cool sein
 wollen.</p>



<p>„Ach nur weil ich heute ohne fremde Hilfe meine erste Mitteilung in 
Facebook posten konnte“, gab ich ihr zur Antwort, klemmte meinen iPad 
2.0 unter den Arm und zog mich mit einem verstohlenen Lächeln in mein 
Büro 2.0 zurück. Aus dem Bilderrahmen auf dem Schreibtisch strahlte mir 
meine&nbsp;2.0-Frau entgegen.</p>
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		<title>Die Parabel vom goldenen Ball</title>
		<link>https://wape.ch/die-parabel-vom-goldenen-ball/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-parabel-vom-goldenen-ball</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 12:41:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fachliches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war einmal ein kleiner Mann. Der lebte in einer Zeit, als das Lachen noch nicht erfunden war...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Es war einmal ein kleiner Mann. Der lebte in einer Zeit, als das Lachen noch nicht erfunden war. Er hatte keinen Namen, also nannte man ihn einfach „Du“. Er interessierte sich für alles um sich herum: die Menschen, die Natur, Gegenstände, deren Namen er nicht kannte und sogar für Dinge, die noch gar nicht existierten. Er versuchte sie in einen Zusammenhang zu bringen, um sie dann wieder isoliert als Teil eines grossen Ganzen untersuchen zu können. Er zog durch die Welt und beobachtete. Die Welt war zu dieser Zeit noch grau. Es gab zwar Farben, diese hielten sich jedoch bedeckt im Hintergrund. Der Tag sah am morgen gleich aus wie am Mittag und am Abend. Der Winter und der Sommer unterschieden sich lediglich durch ihre Namen.</p>
<p>Der kleine Mann war von Beruf Lachmacher. Er zog durch die Lande und versuchte, mit Geschichten und kleinen Vorführungen den Menschen zu zeigen, wie Lachen aussehen und sich anhören könnte. Diese amüsierten sich in einer lachlosen Art und Weise und halfen dem kleinen Mann mit kleinen Spenden, sein kleines Leben fristen zu können.</p>
<p>So geschah es, dass der kleine Mann eines Tages einen goldenen Ball fand. Fasziniert von diesem unbekannten Gegenstand baute er ihn sofort in sein Unterhaltungs- und Unterhaltsprogramm ein. Die Zuschauer bestaunten mit grossen Augen diesen goldenen Ball, verloren jedoch schnell das Interesse daran, wenn sie herausfanden, dass dieser Ball nicht vom Boden weg springen wollte. Egal wie wuchtig der kleine Mann den Ball zu Boden schmetterte, er blieb dort wie angeklebt liegen. Deshalb erfand der kleine Mann eine Geschichte dazu: dieser spezielle Ball war nicht einfach dazu gemacht, auf den Boden geworfen zu werden. Nein, er war zu Höherem bestimmt. Es handelte sich bei diesem speziellen Ball nämlich um einen Himmelwurf-Ball.</p>
<p>Um seine Geschichte mit theatralischen Gesten wirkungsvoller präsentieren zu können, übte der kleine Mann jeden Tag, den Ball immer höher in den Himmel zu werfen. Er tat dies, bis eines Tages der Ball am Himmel hängen blieb und die graue Welt in ein goldenes Licht tauchte.</p>
<p>Die Farben krochen aus ihren Verstecken hervor und streiften ihre grauen Schleier ab. Die ganze Welt erstrahlte in einem sonnigen Glanz. Die Augen der Menschen füllten sich mit Farbe, Licht und Tränen. Und die Tränen kamen aus den Herzen, stiegen empor und zogen das Lachen mit sich, so dass überall auf der Welt fröhliches Gelächter laut wurde. Und während sich die Menschen an den Farben erfreuten und lachten, wurde der Job des Lachmachers überflüssig.</p>
<p>Der kleine Mann versuchte, sich auf das Geschichteerzählen zu verlegen. Er zog weiterhin durch die farbigen Lande und erzählte seine Geschichte vom goldenen Ball, so wie sie sich zugetragen hatte. Es gelang ihm, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen, denn er war ein begabter kleiner Mann. Doch die Menschen glaubten ihm nicht und sie belächelten ihn. Diese Art des kleinen Lachens liessen die Menschen den ehemaligen Lachmachern überall auf der Welt zukommen, bevor sie sich endgültig von ihnen abwandten.</p>
<p>Der kleine Mann fiel in eine Mitten-Im-Leben-Krise. Während alle lachten, war er traurig darüber, dass ihm niemand glauben wollte. Doch eines Tages kam ihm die Erleuchtung. Er stand auf, ging mit seinem offenen Blick für Neues hinaus in die Welt und wurde Marketingleiter. Er hatte keine Mühe sich dieser Gilde anzuschliessen, da er die wesentlichen Herausforderungen dieser Berufsgattung bereits am eigenen Körper erleben durfte.</p>
<p>Und so kam es, dass sich bis heute überall auf der Welt Marketingleiter in einer farbigen Welt von der Sonne bescheinen lassen können.</p>
</div>
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		<title>Wir Marketingleiter sind dumm</title>
		<link>https://wape.ch/wir-marketingleiter-sind-dumm/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wir-marketingleiter-sind-dumm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 18:18:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fachliches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sind dumm, weil wir in unserer selbstherrlichen und selbstverliebten Art übersehen haben, dass uns der Konsument weit abgehängt hat. Wie Missionare beten wir unsere Produktgebete herunter, immer und immer wieder. Je austauschbarer und unattraktiver unsere Angebote sind, desto lauter schreien wir in den Markt hinaus: &#8222;Wir sind die Besten! Begreift ihr eigentlich nicht, welches [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wir sind dumm, weil wir in unserer selbstherrlichen und 
selbstverliebten Art übersehen haben, dass uns der Konsument weit 
abgehängt hat. Wie Missionare beten wir unsere Produktgebete herunter, 
immer und immer wieder. Je austauschbarer und unattraktiver unsere 
Angebote sind, desto lauter schreien wir in den Markt hinaus: &#8222;Wir sind 
die Besten! Begreift ihr eigentlich nicht, welches Produkt ihr kaufen 
müsst? Seit nicht so beschränkt! Also gut, dann erklär ich es nochmals 
ganz langsam.&#8220; Es steht ja in unserem Stellenprofil: verantwortlich für 
die Kommunikation, vertritt der Marketingleiter die 
Unternehmensinteressen und -ziele mit unternehmerischer Weitsicht und 
kreativem Engagement nach aussen&#8230;. bla bla bla. Wir sind also die 
Marktschreier unserer Firmen und müssen die Kunden dazu bringen, bei uns
 zu kaufen. Mit immer originelleren Methoden, versuchen wir unsere Opfer
 zu umgarnen, einzulullen mit wohlklingenden Worten und verführerischen 
Bildern. Wir kaschieren die Unzulänglichkeiten unserer Produkte in einem
 emotionalen Kokon. Mit schönen Frauen, süssen Kindern oder romantischen
 Landschaften erheben wir die Hochleistungs-Kolbenvakuumpumpe zu einem 
erfüllenden Lebensgenuss. Wir ziehen alle Register des Neuromarketings 
und bauen unsere Argumentationstürme in immer schwindelerregendere 
Höhen.</p>



<p>In der Zwischenzeit hat sich der Konsument von uns abgewandt, hat 
sich selbst organisiert. Er hat uns durchschaut, hat eine kollektive 
Intelligenz erreicht, die den einzigartigen Geist eines Marketingleiter 
bei weitem überflügelt. Wir schauen dem davonfliegenden Gut nach und 
unterhalten uns angeregt an einem der zahlreich besuchten 
Networking-Anlässe über die Komplexität des Marktes und die zunehmende 
Vielschichtigkeit der Marktsegmentierung. Wie Goldfische schauen wir mit
 grossen Augen und schnappenden Mäulern aus unserem Glas auf die vielen 
Menschen, die sich da Draussen angeregt über unsere Produkte 
unterhalten, sie bewerten, vergleich und verwerfen. Wir staunen über die
 fremdartige Technologie eines Facebooks oder von Twitter. Wir schauen 
einander an und sind plötzlich überzeugt, dass wir dringendst einen Kurs
 über Facebook-Marketing besuchen, oder noch besser organisieren 
sollten. Wir sind uns einig, dass diese Dinge sehr interessant sind und 
für die Zukunft eine gewisse Bedeutung haben könnten. Und wir fühlen uns
 wohl in der mit einem Mal herrschenden Solidarität innerhalb unserer 
Community. Marketingleute sind doch einfach cool, oder nicht?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Apple fällt doch weit vom Stamm</title>
		<link>https://wape.ch/der-apple-faellt-doch-weit-vom-stamm/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-apple-faellt-doch-weit-vom-stamm</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 18:29:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fachliches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was würden Sie mit einem solchen Berater anstellen? Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Sie stecken ihn unverzüglich in eine Zwangsjacke und schicken ihn zurück in die psychiatrische Anstalt oder Sie bitten ihn freundlich, etwas mehr über Apple zu erzählen. Apple hat doch genau das mit dem iPhone geschafft &#8211; und noch viel mehr. Die Nutzer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was würden Sie mit einem solchen Berater anstellen? Es gibt nur zwei 
Möglichkeiten: Sie stecken ihn unverzüglich in eine Zwangsjacke und 
schicken ihn zurück in die psychiatrische Anstalt oder Sie bitten ihn 
freundlich, etwas mehr über Apple zu erzählen. Apple hat doch genau das 
mit dem iPhone geschafft &#8211; und noch viel mehr. Die Nutzer lassen sich in
 ein iTunes-Kästchen pferchen und übernachten vor einem Applestore, um 
die neuest Version dieses Zauberdings zu ergattern.</p>



<p>Selbstverständlich widersprechen all diese Tatsachen einer gesunden 
Vermarktungsstrategie. Fachleute unterhalten sich aus diesem Grund sehr 
gerne über das &#8222;Phänomen Apple&#8220; (immer wenn Fachleute etwas nicht 
erklären können, nennen sie es &#8222;Phänomen&#8220;, witzig nicht wahr?). Sie 
bedienen sich dabei aus den Fachbereichen &#8222;Markenmacht&#8220; und &#8222;Die Kunst, 
Bedrüfnisse zu schaffen&#8220;. Sie bestaunen, mit welcher Geschicklichkeit 
Apple künstliche Lieferengpässe erzeugt, um das Verlangen nach dem heiss
 ersehnten Produkt noch etwas mehr in die Höhe zu treiben.</p>



<p>Auch ich habe mir viel Gedanken über dieses &#8222;Apfel-Phänomen&#8220; gemacht.
 Zweifelsohne verfügt Apple über ein professionelles und geschicktes 
Marketing. Aber wie haben sie dieses enorme Verlangen nach ihrem Produkt
 generiert? Genau diese Frage steht doch am Anfang. Ein interessantes 
Referat von Frau Professor Acklin, von der Intl. BA Hochschule Luzern 
hat mir den Ansatz für eine Antwort geliefert. Es war das Design, das 
die Apple-Produkte vor Jahren aus den Tiefen der Vergessenheit zurück an
 die Oberfläche der öffentlichen Aufmerksamkeit geholt hat. Das iPhone 
hat bereits vor seinem Siegeszug mit seinem schlichten, modernen und 
zweckmässigen Design die Menschen angesprochen. Dabei legte Apple nicht 
nur Wert auf das äussere Erscheinungsbild sondern designte auch das 
Innenleben, die Software. Ich erinnere mich noch heute an die 
Begeisterung, die ich verspürte, als ich das erste Mal sah mit welcher 
Anmut, die leicht vibrierenden App-Icons neu angeordnet werden konnten.</p>



<p>Es stellt sich nun zwangsläufig die Frage, was gutes Design ausmacht. Ich definiere Design folgendermassen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Gutes Design hat man dann, wenn sich Funktionalität und Aussehen treffen</li><li>Gutes Design hat man dann, wenn eine einfache und benutzerfreundliche Funktionalität nach Aussen sichtbar wird</li></ul>



<p>Ja ich bin überzeugt, dass gutes Design eine zentrale Rolle am Erfolg
 von Apple hatte. Und, ja ich bin überzeugt, dass ein integriertes 
Design-Management den zukünftigen Erfolg mancher Unternehmung auslösen 
und mittragen wird. Ich schliesse mit einem Zitat aus dem Referat von 
Frau Prof. Acklin: &#8222;Unternehmen, die Design nutzen, wachsen schneller, 
sind durch stabile Kundenbeziehungen allgemein erfolgreicher, sind 
innovationsbereiter und damit anpassungsfähiger an sich verändernde 
Marktverhältnisse&#8220;.</p>
<p><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=https%3A%2F%2Fwape.ch%2Fder-apple-faellt-doch-weit-vom-stamm%2F&amp;linkname=Der%20Apple%20f%C3%A4llt%20doch%20weit%20vom%20Stamm" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Fwape.ch%2Fder-apple-faellt-doch-weit-vom-stamm%2F&amp;linkname=Der%20Apple%20f%C3%A4llt%20doch%20weit%20vom%20Stamm" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_pinterest" href="https://www.addtoany.com/add_to/pinterest?linkurl=https%3A%2F%2Fwape.ch%2Fder-apple-faellt-doch-weit-vom-stamm%2F&amp;linkname=Der%20Apple%20f%C3%A4llt%20doch%20weit%20vom%20Stamm" title="Pinterest" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=https%3A%2F%2Fwape.ch%2Fder-apple-faellt-doch-weit-vom-stamm%2F&amp;linkname=Der%20Apple%20f%C3%A4llt%20doch%20weit%20vom%20Stamm" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a></p><p>Der Beitrag <a href="https://wape.ch/der-apple-faellt-doch-weit-vom-stamm/">Der Apple fällt doch weit vom Stamm</a> erschien zuerst auf <a href="https://wape.ch">Wape.ch</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Geheimnis von Social Media</title>
		<link>https://wape.ch/das-geheimnis-von-social-media/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-geheimnis-von-social-media</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Peter Waltenspühl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 18:12:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fachliches]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://wape.ch/?p=653</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Marketingbranche hat ein neues Gesprächsthema. Das neue Zauberwort heisst „Social Media“. Alle Marketing- und Kommunikations-Fachzeitschriften sind voll mit „Social Media“-Beiträgen. In Buchhandlungen türmen sich an zentraler Lage, auf eigens dafür hingestellten Ablagetischen gescheite Fachbücher zu diesem Thema. Und der Postbote bringt jede Woche eine Handvoll Einladungen zu Social Media-Seminaren, -Talks, -Treffen, -Events oder –Schulungen. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Marketingbranche hat ein neues Gesprächsthema. Das neue 
Zauberwort heisst „Social Media“. Alle Marketing- und 
Kommunikations-Fachzeitschriften sind voll mit „Social Media“-Beiträgen.
 In Buchhandlungen türmen sich an zentraler Lage, auf eigens dafür 
hingestellten Ablagetischen gescheite Fachbücher zu diesem Thema. Und 
der Postbote bringt jede Woche eine Handvoll Einladungen zu Social 
Media-Seminaren, -Talks, -Treffen, -Events oder –Schulungen. 
Mittlerweilen schreiben sogar Tages- und Sonntagszeitungen über diesen 
Sturm in der Kommunikation-Landschaft. Es werden Fragen und Thesen 
aufgeworfen, diskutiert und wieder verworfen. „Verändert Social Media 
die moderne Kommunikation?“ „Hat das Marketing den Schlüssel zu Social 
Media gefunden?“ „Welche Bedeutung hat Social Media im modernen 
Unternehmen?“ „Wie setzt man Social Media im Marketing ein?“ „Social 
Media: Top oder Flop?“</p>



<p>Wenn ich all diese Schlagzeilen lese, muss ich schmunzeln – und 
weiterlesen. In der Hoffnung neue Erkenntnisse zu gewinnen, kämpfe ich 
mich durch alle Artikel (zugegeben, das Thema interessiert mich auch). 
Leider finde ich wenig Konkretes. Statistiken belegen, dass wir 
angeblich noch nichts über dieses rätselhafte Phänomen wissen. In 
endlosen Beiträgen wird das Bekannte und das Selbstverständliche 
diskutiert, ohne das wirklich Neue anzusprechen . Es werden mehr neue 
Fragen aufgeworfen, als gestellte beantwortet.</p>



<p>Vor kurzem war ich auch an einer dieser zahlreichen 
Informationsveranstaltungen. Da dämmerte mir plötzlich, dass die ganze 
Social Media-Diskussion eigentlich überflüssig ist. Sie bringt doch 
lediglich ein grundlegendes Problem auf den Tisch: die Sinneskrise im 
heutigen Marketing!</p>



<p>Das moderne Marketing hat sich mit schönen Bildchen, schlauen 
Sprüchen und originellen Aktivitäten auf Wolke Sieben zurückgezogen. Von
 oben herab wird dem Konsumenten in schöne Emotionen verpackt diktiert, 
was er zu wollen hat. Ausgeklügelte Marktforschungs-Systeme liefern den 
selbstverliebten Kommunikationsspezialisten die Daten zurück, die diese 
haben wollen – so verpackt, dass das Marktforschungsinstitut vor seinem 
Kunden gut da steht. Dabei beschäftigen sich Marketingverantwortliche 
mit den neusten Technologien, neuen Kanälen, neuen Gadgets und neuen 
Agenturen – online und ohne Kabel. Aber unter dem Strich (eben 
below-the-line) beschäftigen sie sich doch einfach mit sich selbst.</p>



<p>Unter dem Druck mit all den neuen Marketinginstrumenten, den vielen 
neuen Produkten und Mitbewerbern, der zunehmenden Anonymität der immer 
zahlreicher werdenden Konsumenten und der global zusammenrückenden 
Märkten fertig zu werden, haben sie vergessen, dass sie wie jeder andere
 im Unternehmen Leistung erbringen müssen. Nun fordern die 
Geschäftsführer diese Leistung ein und die eh schon stark geforderten 
Marketing-Profis versinken in einer Sinneskrise (übersetzt heisst das: 
sie fragen sich auch, was sie überhaupt für einen Sinn haben). An dieser
 Stelle ein Literaturtip für Lernfähige:&nbsp;<a href="http://www1.ifm.unisg.ch/org/imh/thexis.nsf/61ad90fdb225c005c1256bec0031b0ec/cce762eca4dd8e9dc1257833002d2469!OpenDocument" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Der Einfluss des Marketing: Löwen brauchen nicht zu brüllen&#8220;</a>.</p>



<p>Unterdessen geht draussen im Markt das Leben weiter. Die Menschen 
diskutieren miteinander, erzählen sich am Stammtisch, was sie am 
Wochenende gemacht haben, treffen sich zum Bier oder beim Einkaufen, 
wundern sich, ob er immer noch mit ihr zusammen sei, und ob sie immer 
noch im selben Fitness-Club schwitze. Er erzählt vom Open-Air-Konzert 
vom letzten Freitag und sie fragt herum, ob ihr jemand beim Umzug ihres 
Gummibaumes helfen könnte. Sie strecken die Köpfe zusammen und tuscheln 
miteinander. Sie lachen und werfen immer wieder verstohlen Blick zu dem 
gut aussehenden Mann, der mit dem Typen aus der dritten Reihe am 
Nebentisch sitzt. Und mit einem zwinkernden Auge und einem Schmunzeln im
 Gesicht sind sie sich einig: „Gefällt mir“. Auch das neue iPhone, die 
neuste Single von Lady Gaga und die politische Kampagne gegen 
erdbebenverseuchten Atomstrom, das alles „Gefällt mir“.</p>



<p>Und an besagtem Anlass gingen mir die Lichter an: Social Media ist 
doch einfach ein Begriff, der eine neue Technologie beschreibt, mit der 
wir unsere Diskussionen elektronische, also online fortführen können. 
Und da wir immer mehr Zeit auf der Linie (also online) verbringen, kommt
 es uns doch sehr entgegen, dass wir unsere private Kommunikation auf 
unserem „Geschäfts-Kanal“ weiterführen können. Höchstwahrscheinlich ist 
genau das Grund dafür, dass viele Unternehmen den Facebook-Zugang für 
Mitarbeiter gesperrt haben.</p>



<p>Seit Jahren versuchen wir das „Private“ vom „Geschäftlichen“ zu 
trennen. Kein Wunder also, dass es uns schwer fällt, diese seit 
Jahrtausdenden stattfindenden Privatgespräche plötzlich in die 
Geschäftskommunikation einzubauen. Obschon das Marketing eigentlich 
genau an diesen Gesprächen interessiert sein sollte!</p>



<p>Und hier schliess sich der Kreis: Wenn das moderne Marketing (ich 
zähle mich natürlich auch dazu) seine Sinneskrise überwunden hat, und 
sich die Marketingleiter unserer Zeit wieder daran erinnern, dass auch 
die mittelalterlichen Marktschreier zwischendurch ein persönliches Wort 
mit einem potentiellen Kunden wechselten, dann sind sie bereit, „Social 
Media“ zu verstehen. Ein Zauberwort, das nichts Neues in sich birgt, 
sondern Jahrtausend altes Wissen wieder ins Bewusstsein ruft.</p>



<p>Für alle Marketingverantwortlichen, die das lesen: beginnt einfach, 
mit Euren Kunden zu sprechen, so wie Ihr im Privatleben auf interessante
 Menschen zugeht. Wenn ihr dann irgendwann einfliessen lasst, wie wohl 
Ihr Euch bei der Firma XY fühlt und wie viel Spass und Erfüllung Ihr in 
Eurem Job geniesst, habt Ihr das Geheimnis von „Social Media“ geknackt. 
Solange Ihr als Mensch mit Menschen sprecht, seit Ihr Teil einer 
Comunity. Sie werfen Euch erst raus, wenn Ihr beginnt Werbung zu machen.
 So wie auch der Barkeeper aufdringliche, lautstarke 
Auf-sich-Aufmerksammacher aus der Bar wirft, hinaus in die dunkle Gasse,
 durch die immer noch die Marketing-Sinneskrise weht.</p>
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